Zuverlässiger, stabiler, flexibler.

Tramnetz 2030.

Die Region Basel entwickelt sich weiter.

Entwicklungsgebiete wie klybeckplus, Binningerstrasse in Allschwil oder Salina Raurica bei Pratteln zeigen: Basel und die Region entwickeln sich ständig weiter. Es entstehen neue Quartiere mit neuen Arbeitsplätzen und Bewohner*innen.

Aussicht auf Basel; Rochetürme
Tram fährt über mittlere Rheinbrücke

Unsere Mobilitätsbedürfnisse verändern sich.

Wohnen, arbeiten, Sporttraining, Musikunterricht, Restaurantbesuch, Kultur, Shopping, Besuch der Grosseltern und vieles mehr: Unser Alltag ist von immer zahlreicheren Lebensorten geprägt, zum Teil weit verstreut in der gesamten Region. Allen gemeinsam: Wir wollen immer möglichst komfortabel, schnell und direkt an unser jeweiliges Ziel.

Tramnetz 2030: Zuverlässiger, stabiler und flexibler

Das Tramnetz muss mit der dynamischen Entwicklung der Region Schritt halten, damit das Tram auch in Zukunft seine Vorteile als komfortables und flächeneffizientestes Verkehrsmittel voll ausspielen kann. Die Weiterentwicklung verfolgt zwei Ziele: die Verbesserung der Zuverlässigkeit und Stabilität des Tramnetzes sowie die Erschliessung neuer Entwicklungsgebiete.

Entflechten, flexibilisieren, beschleunigen

Heute fahren bis zu sieben Linien zwischen der Schifflände und dem Barfüsserplatz. Dieser Flaschenhals hat Auswirkungen auf das gesamte Netz, insbesondere bei Störungen. Deshalb muss die Innenstadt entlastet werden. Neu sollen ab 2030 nur noch fünf Linien über diese zentrale Achse verkehren.
Und im Baselbiet soll der Doppelspurausbau Spiesshöfli in Binningen das Expresstram 17 ermöglichen, welches nur noch an bestimmten Haltestellen stoppt, und für schnellere Verbindungen sorgt.

Erschliessen

Mit dem Tramnetz 2030 werden zudem neue Entwicklungsgebiete in der Stadt und der Region erschlossen sowie die S-Bahn noch besser angebunden.
Kurz: Die Region wächst auch im öffentlichen Verkehr immer mehr zusammen.

Zwei Icons zu den Themen "Entlasten, Flexibilisieren, Beschleunigen" und "Erschliessen"

Die Kernelemente des zukünftigen Tramnetzes zur Entlastung der Innenstadt

Aufgrund der zahlreichen Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Tramlinien muss bei der Weiterentwicklung des Tramnetzes immer das gesamte System berücksichtigt werden. Die Entlastung der Innenstadt – das Fundament der Weiterentwicklung – funktioniert nur mit der Realisierung von drei Kernelementen: neue Tramstrecken im Claragraben, im Petersgraben und beim Margarethenstich.

Tram Claragraben

Eine neue Tramstrecke durch den Claragraben ermöglicht einerseits eine direkte Verbindung vom Klybeck zum Bahnhof SBB und bietet andererseits eine Ausweichmöglichkeit bei Störungen auf der Innenstadt-Achse.

Tram Petersgraben

Die neue Tramstrecke im Petersgraben dient ebenfalls der Entlastung der Innenstadt und schliesst andererseits die Gebiete um Universität und Unispital besser ans Tramnetz an.

Tram Margarethenverbindung

Mit der neuen Tramstrecke Margarethenverbindung wird das Leimental direkter mit dem Bahnhof SBB und dem Arbeitsplatzgebiet rund um die Roche und den Badischen Bahnhof angebunden und durch veränderte Linienführung zusätzlich der Marktplatz entlastet.

Weitere wichtige Tramstrecken zur Erschliessung

Mit dem Tramnetz 2030 sollen ausserdem folgende neue Anbindungen realisiert werden:

Tram Klybeck, Areal klybeckplus

Das grösste Entwicklungsgebiet in Basel-Stadt, das ehemalige Werkareal Klybeck, wird sich in den kommenden Jahren zu einem lebendigen, durchmischten Stadtquartier mit Wohnungen für rund 10 000 Menschen und rund 5000 Arbeitsplätzen transformieren. Das Tram Klybeck dient hier als wichtiger Impulsgeber für eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Tram Salina Raurica, Pratteln – Augst

Salina Raurica ist das grösste Entwicklungsgebiet des Kantons Basel-Landschaft. Ein Gebiet mit hoher Wertschöpfung für künftig über 3000 Einwohnerinnen und Einwohner und für fast 4500 Beschäftigte. Die Verlängerung der Tramlinie 14 ist ein wichtiger Bestandteil für die Entwicklung und Erschliessung von Salina Raurica und seiner Aussenquartiere.

Tram Letten, Allschwil

Die Gemeinde Allschwil plant im Raum Binningerstrasse ein Gewerbe-, Einkaufs- und Dienstleistungszentrum mit Wohnanteil. Ein wichtiger Baustein für die Erreichbarkeit dieses neuen Entwicklungsgebiets ist die Verlängerung der Tramlinie 8 bis zum Schulhaus Gartenhof. Das Tram macht die Weiterentwicklung des Raums Binningerstrasse erst möglich und verbindet den Süden Allschwils direkt mit dem Bahnhof Basel SBB.

Tram 8 plus, Weil am Rhein Läublinpark

Die Bevölkerung rund um Weil am Rhein wächst. Nebst diesen Entwicklungen wird im Stadtkern selbst verdichtet. Es sind mehrere Neubaugebiete vorgesehen. Mit der geplanten Tramverlängerung «Tramlinie 8 plus» ab dem heutigen Endpunkt Weil am Rhein Bahnhof wird das Zentrum der Stadt bis zum Läublinpark ideal ans Tramnetz angebunden.

Übersicht der neuen Linienführungen

Übersicht der neuen Linienführungen

Die neuen Linienführungen im Detail:

  • Linie 1: Verkehrt neu ganztägig über die Wettsteinbrücke und stellt via Claragraben eine schnelle Verbindung vom Klybeck an den Bahnhof SBB sicher.
  • Linie 8: Wird nach Allschwil ins Gewerbegebiet Letten verlängert und in Weil am Rhein bis zum Läublinpark. Die Linienführung durch die Innenstadt bleibt unverändert.
  • Linie 14: Verkehrt ab Riehenring neu direkt ins Klybeck und nach Kleinhüningen. Stellt so die optimale Erschliessung des Entwicklungsgebietes klybeckplus sicher und verbesssert die Anbindung an die Erlenmatt. Erschliesst das Entwicklungsgebiet Salina Raurica bis nach Augst und bindet in Pratteln das Tram an die S-Bahn an.
  • Linie 15: Fährt neu in beide Richtungen via Barfüsserplatz zur Schifflände und nicht mehr zur Messe.
  • Linie 16: Verkehrt ab Barfüsserplatz neu via Petersgraben zur Schifflände, entlastet so den Marktplatz und bindet die Universität und das Unispital besser in das Tramnetz ein.
  • Linie 17: Verkehrt neu via Margarethenstich und die Wettsteinbrücke an den Badischen Bahnhof. Entlastet so den Marktplatz und bindet das Leimental als Expresstram schneller an den Bahnhof Basel SBB und die Arbeitsplatzschwerpunkte im oberen Kleinbasel an.
  • Linie E11: Bindet das Birseck via Gundeli–Barfüsserplatz–Petersgraben direkt an Universität und Spitäler an und schafft eine direkte Verbindung vom Bahnhof St. Johann zur Innenstadt.
  • Linie 21: Verbindet den Badischen Bahnhof neu ganztags mit dem Bahnhof St. Johann.

Evolutionäre Weiterentwicklung

Bei der Entwicklung des Tramnetz 2030 wurden die Stärken des heutigen Systems bewahrt und Veränderungen und Erweiterungen nur dort geplant, wo mit wenigen Anpassungen ein grosser Effizienzgewinn realisiert werden kann. Die geplanten Netzergänzungen sind in den nächsten zehn Jahren umsetzbar und werden – soweit ihnen nicht bereits in früheren Programmen Bundesmittel zugesprochen wurden – diesen Sommer mit dem Agglomerationsprogramm beim Bund zur Mitfinanzierung eingereicht.

Beitrag zum Klimaschutz

Nebst der Effizienz des ÖV-Systems und der Arbeitsplatz- und Bevölkerungsentwicklung spielen Überlegungen zum Klimawandel eine zentrale Rolle bei den Planungen. Es ist unbestreitbar, dass das Tram einen bedeutenden Beitrag zur CO2-Reduktion leisten kann. Die Verkehrsbetriebe müssen in ihrer Planung davon ausgehen, dass aufgrund einschlägiger Gesetzgebungen und politischer Entscheide der Umsteigeeffekt aufs Tram mittelfristig wieder zunehmen wird. Die wegen der Corona-Pandemie rückläufigen Passagierzahlen sind ein Ausnahmeereignis.

Enge Zusammenarbeit

Das Tramnetz 2030 wurde in enger Zusammenarbeit zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt sowie den beiden Transportunternehmen BVB und BLT entwickelt. Es basiert auf dem zweiten Bericht des Regierungsrates Basel-Stadt an den Grossen Rat von 2019 zur Tramnetzentwicklung sowie den Zielen des Kantons Basel-Landschaft. Es berücksichtigt die Rückmeldungen aus der Bevölkerung, der grossrätlichen Umwelt-, Verkehrs- und Energiekommission (UVEK) und der IGöV Nordwestschweiz zum Bericht 2019.

Projektpartner

Unterstützer

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